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. 15.11.2005 Performance in Stuttgart
 Pressemitteilung:
Undogmatisch wird es zugehen, wenn die zwei Brüder HIKE O. und DONE E. LOW am 19. November aus einer alten Kirche einen Erlebnisraum werden lassen, der die Menschen in Fragmente einer rätselhaften Geschichte hineinzieht. Unbändige Neugier auf das Zusammenspiel verschiedenster Medien treibt die Künstler in ein dichtes Geflecht aus Bildern, Bewegungen, Klängen und Empfindungen. Wie immer wenn die multimediale Popband MISSIS RAINTOWN eine ihrer raren Performances abfackelt, gibt es mehr zu entdecken, als man gleichzeitig verarbeiten kann. So unterschiedlich die gemütlich auf dem Boden verstreuten Zuschauer empfinden, so verschieden sind die Sinnesreize, die der einzelne aus der Überfütterung aufnimmt. Ist das nun ein animiertes Hörbuch? Oder der Experimentalworkshop zweier Kindsköpfe, die ins digitale Zeitalter hineinwuchsen und sich weigern, erwachsen zu werden?
Als Schachfiguren getrieben von ihrem eigenen leidenschaftlichen Spektakel stapfen die Medienkünstler quer durch die Dimensionen, ohne auf Konventionen und Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Denn sie sind selbstironische Überzeugungstäter in Sachen "Kommunikationserforschung", sie spielen mit der Wahrnehmung, verschieben die Zeitebenen und lassen auf Leinwänden und mit Mehrkanalton ihre Neugier auf das Thema "Neugier" aufblitzen. Wie der Mensch mit dem Unbekannten, dem sonst Verborgenen, den wirklich interessanten Geheimnissen umgeht - das bildet den inhaltlichen Kern einer 3/4-stündigen Performance, die angetreten ist, ohne Zeigefinger augenzwinkernde Assoziationsanstöße und offene Impulse anzubieten. Was daraus jeder einzelne für sich mitnimmt, ist auch eines der spannenden Geheimnisse, auf die man neugierig sein darf.
Besonders an der Performance von MISSIS RAINTOWN ist das Bekenntnis zur popkulturellen Unterhaltung. Was diese multimediale Popgruppe veranstaltet, ist immer auch Augenschmaus und Hörgenuß. Nervtötende Videokunst mit gekünstelten Soundtracks bezeichnen HIKE O. und DONE E. LOW abschätzig als "artifizielle Kacke", von der sie sich deutlich distanzieren. So darf der Zuschauer sich nicht nur auf die originellen Überlegungen von Künstlern mit einem weiten Horizont freuen sondern auch damit rechnen, kurzweilig und köstlich unterhalten zu werden. Pointierte Clips, berauschende Bilderwelten, vielschichtige Klangcollagen und Musik mit dichten Harmonien - all das gestalten die Künstlerbrüder selbst und auf hohem gestalterischem und technischem Niveau.
Etwas Erschreckendes muß geschehen sein genau in jenem Moment, wo MISSIS RAINTOWN ins Geschehen einer noch unklaren Geschichte eintaucht. Diese Rahmenhandlung hält den roten Faden und die Neugier des Publikums. Man hört die zwei Brüder streiten zu Anfang der Geschichte. Und ehe man sich versieht, gerät man in die Schlinge mäandernder Wortketten, wird abgestempelt, träumt weg bei live gespielter Musik und fragt sich, was hinter alledem steckt. Die zwei medienbewanderten Spielkinder toben sich mit Haptik und Sensorik, mit Visuellem und Akustischem nie auf Kosten derer aus, die sich die Zeit nehmen, sich auf diese spielerische Suche einzulassen. Im Grunde bleibt es stets ein Miteinander, ein Ausprobieren aus der interessierten Lebenslust heraus. Und dahinter stecken Dinge, die MISSIS RAINTOWN wichtig sind: Die Frage nach dem Bleibenden, nach Vertrauen und Freundschaft, nach anpackendem Optimismus und dogmenfreier Neugierde.
Samstag, 19. November, 17 Uhr, Jugendkirche Stuttgart, Eckartstr. 2 (Nähe Nordbahnhof)
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1. Platz beim Animago Award |
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. 13.05.2004 Animago Award
 Provoziert durch den tranigen Hit "White Flag" von Dido bastelten HIKE O. und DONE E. LOW ihre eigene Version des Songs (eine mit Groove...). Und da sie schon mal im vollen Lauf waren, bastelten die Jungs dann auch noch wochenlang an einem ausgefuchsten Video. Dieser Clip hatte beim MISSIS RAINTOWN-Konzert am 3. April 2004 Weltpremiere. Die überbordende Publikumsreaktion blieb offenbar kein Einzelfall. So gab die Jury des renommierten Animago Award am 8. Mai 2004 in Stuttgart bekannt, daß das Musikvideo in der Kategorie "Home/Compositing" den ersten Platz belegt.
Der Begriff "Home" steht hier in Abgrenzung zu professionellen Filmproduktionsfirmen. Compositing ist die Kunst, verschiedene Video-, Animations- und Bild-Elemente ineinander zu montieren, sodaß ein überzeugendes Ganzes in Filmform entsteht. Der Videoclip von MISSIS RAINTOWNs "White Flag"-Version spielt mit computeranimierten Schmetterlingen, bizarr gestylten Typen, Projektionen auf Gesichtern, absurden Synchrontänzen, küchenutensilieninspirierten Visual Effects und halbnackten Psychopathen mit Rastazöpfen. Wichtig zu wissen ist, daß HIKE O. und DONE E. LOW gänzlich ohne fremde Hilfe den gesamtne Clip produzierten. Die herausfordernde Greenscreen-Technik, Kostüme, Animationen, Beleuchtung, Kamera, Tanz, die verschiedenen im Video vorkommenden Personen, der Schnitt und am Ende natürlich das aufwändige Compositing lagen allein in den Händen der zwei Brüder, die mal wieder den Beweis erbrachten, daß man mit Biß, Originalität und Know-How auch ohne Förderer aus der Musikindustrie etwas Wunderbares schaffen kann, das die Seele der Menschen berührt.
Vor 1.500 Zuschauern wurde der Video-Clip im Stuttgarter Haus der Wirtschaft gezeigt. Nach dieser öffentlichen Anerkennung wird die Frage, welcher Fernsehsender zuerst zugreift, immer akuter. Der ursprüngliche Zweck des Videos, nämlich als Beitrag für einen Wettbewerb von VIVA interaktiv zu dienen, wurde aus den Augen verloren, nachdem die VIVA-Redaktion anfing, nachfragende Mails zu ignorieren. Von ihrem Preisgewinn erfuhr die Band erst eine halbe Woche nach der Animago-Veranstaltung. Erst als HIKE O. zunehmend mit Gratulationen konfrontiert wurde, erfuhr er, daß in seiner Abwesenheit das von ihm geschnittene Video auf Platz 1 der entsprechenden Animago-Kategorie gewählt wurde. Als Ausdruck spontaner Freude kann die Band zwar nicht das prämierte Video auf der Band-Site veröffentlichen, da der GEMA-relevante Dido-Song sonst Kosten verursachen würde. Aber dafür gibt es einen Bildschirmhintergrund für den heimischen Rechner, den man sich in der FANS-Abteilung der Website herunterladen kann.
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MAC'N'US per Web-Chat kurz nach der Löschung |
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. 02.02.2004 NOCH NEUER
 Die MISSIS-Site hat jetzt ein volldynamisches Newssystem! Noch aktueller und beweglicher sind die Jungs damit am Start.
MISSIS RAINTOWNs alter Kumpel MAC'N'US wurde
vom unbezifferbaren Rappel gepackt, als er endlich mal einen
intensiveren Kontrollgang durch
die Band-Website abhielt. Der unbezähmbare Durst nach einem
Redaktionssystem,
welches das Reinschießen aktueller
News in verschiedene Internetseiten der Band ermöglicht, kam
mit aller Wucht über ihn, sodaß er sich hinsetzte und sich
aus eigenem Antrieb den Wolf programmierte,
bis er ein ausgebufftes System gestaltet hatte, welches er
dann von Zürich aus in die
Tat umsetzte. Als alles fertig war, sorgte ein kleiner Fehlgriff
während eines Telefonats mit DONE E. LOW, bei dem nur noch
an Details gefeilt wurde, für die komplette
Löschung der
neuen Datenbank. Und tschüß hieß es da. Ganz Profi vergoß
MAC'N'US
nur eine halbe Träne, schlug sich kurz voller Selbsthaß in
die Fresse, kam wieder auf die Beine
und programmierte die ganze Geschichte noch mal von vorne, wow! Und
jetzt steht das Baby aufrechter denn je. Der interessierte
Surfer kann mit diesem Feature zwar nicht selbst aktiv werden.
Aber die Aktualität der Bandinformation erfährt
dadurch noch einmal eine weitere Steigerung.
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